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MAE
Eine 'Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung'
heißt im Volksmund '1-Euro-Job'. Die wöchentliche
Arbeitszeit liegt bei 30 Stunden. Kürzere Zeiten können
in Abstimmung mit den Jobcentern vereinbart werden. In Berlin
wird in der Regel eine Vergütung von 1,50 € pro
Stunde zuzüglich des Arbeitslosengeldes II und den Mietzuschüssen
geleistet.
In der Regel werden MAE Kräfte nicht vom Träger
sondern in externen Einsatzstellen beschäftigt. Der
AFB führt solche Projekte in mehreren Berliner Bezirken
durch. Zu den Einsatzstellen zählen u.a. Behörden,
Kitas, Schulen, Mobilitätsdienste, Senioren- und Kultureinrichtungen.
Eine Unterbringung in gewerblichen Unternehmen ist aus naheliegenden
Gründen kaum möglich. Es gibt aber auch MAEs, die
wie ABM-Projekte als geschlossene Arbeitsgruppen im AFB beschäftigt
werden.
Die Arbeiten müssen im öffentlichen Interesse und
zusätzlich sein. Darunter versteht man Tätigkeiten,
die vom Stammpersonal der Einsatzstellen nicht oder nicht
in dem Umfang ausgeführt werden können und für
deren Vergabe keine Mittel zur Verfügung stehen.
Den Einsatzstellen entstehen abgesehen von der Ausstattung
der Arbeitsplätze keine Kosten für die Beschäftigung
der MAE-Kräfte. Jedoch müssen alle Beteiligten einige
Regeln strikt einhalten. Dazu gehört die Beachtung der
konkreten Tätigkeitsbeschreibungen für die jeweiligen
Kräfte. Die Handwerks- und Handelskammern, Agenturen
für Arbeit und andere Beteiligte stehen in einem ständigen
Dialog zur Frage, welche Arbeiten im Rahmen der MAE-Projekte
erlaubt sind. Das Ergebnis wird in der sogenannten 'Positivliste'
festgehalten.
Typische Tätigkeiten in MAE Projekten
Das Beschäftigungsspektrum ist weit gefaßt.
Auszugsweise werden einige typische MAE-Arbeitsbereiche genannt:
Mobilitätshilfe
Die Mitarbeiter begleiten ältere, überwiegend einsame
Menschen bei Spaziergängen, Behördenbesuchen und
gesellschaftlichen Anlässen. Es werden gemeinsame Gespräche
geführt sowie Spiele und Lesungen veranstaltet. Diese
Projekte stehen in Kontakt mit caritativen Einrichtungen,
um Klienten vermittelt zu bekommen. Unsere Arbeit beginnt
dort, wo das Angebot von Pflegediensten und caritativen Diensten
aufhört.
Bürohelfer/innen
Die Teilnehmer dieser Maßnahmen arbeiten als zusätzliche,
beigestellte Kräfte im Bürobereich von Bibliotheken,
Schulen, Kitas, sozialen und kulturellen Einrichtungen. Sie
unterstützen das Stammpersonal mit Tätigkeiten,
die nicht zu den Pflichtaufgaben gehören. Je nach Einsatzstelle
und Kenntnisse der Teilnehmer liegen die Schwerpunkte der
Arbeiten anders.
Unterstützt wird die Archivierung und
technische Bereitstellung von Lehr- und Infomaterial,
die Anfertigung von Unterrichtsmitteln (Folien etc.) sowie
die Vorbereitung von Veranstaltungen und Festen und der Aufbau
sowie die Pflege von Bibliotheksbeständen. Bestandspflege
etc.
Pädagogische Hilfskräfte
Sie helfen dem Lehrpersonal in Schulen bzw. Erziehern in Kitas
bei der pädagogischen Betreuung und Unterstützung
von Kindern und Jugendlichen. Diese Tätigkeit kann mit
speziellen Schwerpunkten erfolgen, beispielsweise zur Verbesserung
der EDV-Betreuung.
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Hauswirtschaft
Die Kräfte helfen in Kitas, Schulen und Senioreneinrichtungen
bei der Essensvorbereitung, der Essensausgabe und bei
Ordnungsarbeiten.
Zudem wirken Hauswirtschaftler in Lebensmittel- ausgabestellen
und Treffpunkten für Bedürftige mit.
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Chip
Die Teilnehmer der MAE werden zur Einrichtung, Pflege
und Wartung von EDV-Technik (Hard- und Software) und
mit den dazugehörigen administrativen Aufgaben
in Schulen beschäftigt. Die Schüler werden
bei der Nutzung der Computer unterstützt.
Zudem wirken die Chip-Kräfte bei
der Erstellung und Aktualisierung von Webseiten für
die Schulen sowie der Erstellung von Foren und Alumni-Seiten
mit.
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